Erste Übungen
Der Anfang mit dem Clicker ist einfach. Am einfachsten sind Targetübungen.
Ein Target ist ein Ziel, häufig das Ende eines Stabes. Man kann den Hund
veranlassen, es zu berühren (z.B. Kommando TOUCH) oder es zu verfolgen
(Kommando KEEP). Das geht fließend in die erste Anwendung über.
In unserem Beispiel handelt es sich umd die Gerätearbeit mit einem
zukünftigen Rettungshund. Sehen Sie selbst.
Rettungshund soll er werden ...
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| Der etwa 9 Monate alte
weiße
Schäferhund zeigte große Scheu vor den Geräten. Mit ihm
konnte ich auf einem Seminar demonstrieren, wie schnell sich ein Hund
auf das Prinzip Clicker einlässt. |

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Eingangs muss der Hund den
Clicker kennen lernen und Vertrauen zum Menschen bekommen. Diese
Reihenfolge ist immer erfolgreich. Das Hinhocken des Menschen mach es
dem Hund einfacher. Er wirkt nicht mehr so bedrohlich.
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Als Eingangübung hat
sich das Berühren und Verfolgen eines Targets bewährt. Das
ist hundelike und der Mensch entfernt sich stets wieder vom Hund, was
diesem den Anfangsstress nimmt und die Neugierde steigert..
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Der Hund
muss in
eigener
Aktivität das
Problem lösen. Zuvor lernte er aber die
einfachste Form des Targettrainings zusammen mit dem Konditionieren des
Clickers.
- Kleine Schritte sind nötig. Dies ist schon der
zweite!
- Der erste war: Beschnuppern des Brettes.
- Diese Schritte durfte der Hund mehrfach wiederholen,
dann wurde das Click ausgesetzt.
- Nun beginnt der Hund herauszufinden, wann es wieder
clickt.
- Die Anforderungen wurden erhöht.
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- Er versuchte es wiederholt bis zu dieser Stelle, aber
nach dem dritten Mal blieb das Click aus.
- Es wurde geschaut, ob der Hund auch die
Hinterpfote bemüht.
- Der Hund begann zu variieren. Etwas weniger weit und
schließlich die erste Bewegung einer Hinterpfote Richtung Brett -
CLICK.
- Nach dem ersten Betreten des Brettes folgte ein
kurzes entpsannendes Spiel.
- Aber dann war der Hund neugierig - er wollte selber weiter
machen!
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Die Hand als führendes
Target
Hat der Hund das Verfolgen der Hand
gelernt (KEEP), kann man ihn sehr gut durch und über Hindernisse
oder verzwickte Bahnen führen.
Das ist nicht nur etwas für Hundesportler , es kommt auch immer
wieder im täglichen Leben vor.
Wir lassen dem Hund alle Zeit, die er benötigt, um der Hand zu
folgen und wir halten Abstand zu ihm. Wir beobachten, dass er nun sehr
konzentriert ist. Er ist nicht darauf aus, die Hand zu erreichen,
sondern ihr zu folgen, was ihm seine Konzentration auf die Bewgung
lässt.
Die üblichen Zwischenfälle, die beim Locken mit Futter oder
Spielzeug auftreten, fallen weg.
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Dieser anfangs ängstliche
Junghund folgte immer mutiger werdend. Das Gefühl, ein Problem
bewältigen zu können, scheint die wirksamste Bestärkung
zu sein.
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Das Züngeln zeigt die
Konzentration des Hundes und ist in diesem Zusammenhang kein Signal zum
Beschwichtigen.
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Nach einem Click durfte der Hund
selbstverständlich das Brett verlassen und sich auf seine Art
entspannen. Häufig wollte er aber nach Überwinden einer neuen
Schwierigkeit erst einmal weiter machen. Eigenes Können scheint
auch zu bestärken.
Hier ging es darum, über eine wacklige Stelle einen rechten Winkel
zu laufen. Das war innerhalb der kurzen Zeit (~15 min) eine gewaltige
Steigerung von einem Hund, der gar kein Brett betrat bis zu einem, der
ein überraschendes Problem dabei lösen muss.
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Die letzte Anforderung -
Der Hund sollte erst auf und dann über ein schwankendes Brett
laufen.
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Warum nicht vorangehen,
warum immer nur "Shaping pur"? Wenn Hunde Vertrauen haben, sind sie
viel eher geneigt, uns zu folgen.
(s. unter Vertrauen)
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